Aktuelles‎ > ‎

31.07.2017 - Sammelmeldung Hochwasser

veröffentlicht um 31.07.2017, 00:16 von Thorsten Heitmann
Da wir nicht die Zeit hatten, über jeden einzelnen Einsatz einen Bericht anzufertigen, hier die Pressemitteilungen der letzten Tage:

Presseinfo Stadtfeuerwehr - Zwischenbilanz Hochwasser Hemmingen 12:00 Uhr am 28.07.2017

Seit sieben Uhr ist die Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften im Einsatz.
Die Feuerwehr bittet darum die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten oder zu befahren.

In Hemmingen-Westerfeld mussten auf der Brückstraße und auf der Dorfstraße insgesamt drei Autos aus dem Hochwasser gezogen und deren Fahrer gerettet werden, die die Absperrungen ignoriert hatten.

Kurz darauf wurde die Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld zu einer Rauchentwicklung aus einem ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an den Rathausplatz in Hemmingen-Westerfeld alarmiert. Die Feuerwehr verschaffte sich gewaltsam Zugang zu der Wohnung und rettete eine Frau sowie Kleintiere aus der verqualmten Wohnung. Die Ursache für die Rauchentwicklung war angebranntes Essen im Backofen. Die Wohnung wurde mittels Lüfter belüftet.

Anschließend wurde um 10:30 Uhr  die Ortsfeuerwehr Hiddestorf-Ohlendorf mit rund zehn Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen zur Unterstützung alarmiert, um gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld an der Berliner Straße einen Wall zu errichten, da das Hochwasser Richtung KGS zu laufen droht. Der Einsatz läuft zurzeit noch.
Zur Unterstützung der Einsätze sind gegen 13 Uhr nun auch die Ortsfeuerwehren Harkenbleck und Wilkenburg im Einsatz.
Auch der Betriebshof der Stadt Hemmingen und die Verwaltung sind pausenlos im Einsatz. 

Hochwasser in Hemmingen: Presseinfo  der Stadtfeuerwehr Hemmingen (Zwischenbilanz Freitag, den 28.07.2017, 22:30 Uhr): 

Fünf Autofahrer gerettet – Feuerwehr, Verwaltung und Betriebshof sind im Dauereinsatz

Es war ein arbeitsreicher Tag für die Feuerwehren, der Verwaltung und dem Betriebshof der Stadt Hemmingen, der bereits um 07:30 Uhr mit dem ersten Einsatz begann. Insgesamt mussten im Laufe des Tages von der Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld fünf PKW und deren Fahrer bzw. Fahrerinnen aus dem Hochwasser gerettet werden, da diese die deutlichen Absperrungen ignoriert hatten und sich damit in Gefahr brachten. Jeweils wenige hundert Meter vor den Ortseingängen von Hemmingen-Westerfeld mussten von der Brückstraße drei Autos und von der Dorfstraße zwei Autos durch die Feuerwehr aus dem Hochwasser gezogen werden.

Die Feuerwehr weist nochmal ausdrücklich daraufhin, diese Absperrungen nicht zu ignorieren, es kann Lebensgefahr bestehen.

 Zwischendurch wurde die Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld zu einer Rauchentwicklung an den Rathausplatz alarmiert, bei der eine Person durch die Feuerwehr gerettet wurde (siehe Presseinfo 2 der Stadtfeuerwehr Hemmingen). 

Weiterhin waren die Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld, Harkenbleck und Hiddestorf-Ohlendorf ab dem Vormittag gemeinsam mit dem Betriebshof präventiv „An der Eiche“ (Abzweigung der Berliner Straße) im Einsatz, um die KGS Hemmingen mit einem Wall aus Sand und Planen zu sichern. Hierzu wurden insgesamt mehr als 50 Tonnen Sand verwendet.

Im Anschluss wurden gegen 14 Uhr weitere Sandsäcke gefüllt, um bei weiteren Gefahren genügend Sandsäcke zur Verfügung zu haben. Insgesamt wurden in den letzten zwei Tagen über 40 Tonnen Sandsäcke gefüllt.

 Weiterhin war ab 12 Uhr die Ortsfeuerwehr Wilkenburg in Wilkenburg am Riehefeld im Einsatz, um mit Pumpmaßnahmen präventiv ein Regenrückhaltebecken zu entlasten.

Neben dem Bürgermeister der Stadt Hemmingen Claus-Dieter Schacht-Gaida und der Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz Anette Wnendt informierten sich u.a. auch der Brandschutzabschnittsleiter Eric Pahlke und sein Stellvertreter Benjamin Moß an den Einsatzstellen über die Lage vor Ort.

Insgesamt waren unter der Leitung des Stadtbrandmeisters Roland Frey und seinem Stellvertreter Ralf Brinkmann die Feuerwehr mit rund 60 Kräften und elf Fahrzeugen, der Betriebshof der Stadt Hemmingen mit mehreren Fahrzeugen und sechs Kräften und die Verwaltung mit mehreren Mitarbeitern bis zum Abend im Einsatz.

Konkrete Prognosen, wie die Lage sich weiter entwickelt, können seitens der Feuerwehr nicht aufgestellt werden. Wie bereits in den letzten Tagen kontrollieren Feuerwehr, Betriebshof und die Verwaltung die neuralgischen Punkte regelmäßig.

PM Stadtfeuerwehr Hemmingen: Verletzter Fuchs an der Wülfeler Straße zwischen Wilkenburg und Hemmingen-Westerfeld

Die Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg wurden heute am Samstagmittag (29.07.2017) gegen 12:37 Uhr zu einem verletzten Fuchs an die Wülfeler Straße zwischen Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg alarmiert. Beim Eintreffen der Kräfte sprang der Fuchs aber weiter über die vom Hochwasser vollgelaufenen Wiesen. Offensichtlich war der Fuchs nur auf einer kleinen Entdeckungstour im Hochwasser unterwegs und nicht verletzt. So konnten die 20 Einsatzkräfte der beiden Ortsfeuerwehren mit ihren drei Fahrzeugen unverrichteter Dinge wieder einrücken.

Hochwasser in Hemmingen: Abschlusspressemitteilung der Stadtfeuerwehr

 Das Hochwasser in Hemmingen geht zurück und damit auch die Belastung für die Feuerwehr. Von Donnerstag bis Samstag war die Stadtfeuerwehr Hemmingen an rund einem Dutzend Einsatzstellen tätig und führte regelmäßige Kontrollfahrten gemeinsam mit dem Betriebshof und der Verwaltung der Stadt Hemmingen an den neuralgischen Stellen im Stadtgebiet durch. Alle Einsatzmaßnahmen beschränkten sich auf die Ortschaften Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg.

 Neben der Rettung von fünf Autos und deren Fahrern, die die Absperrung ignoriert hatten, wurden verschiedene Bereiche mit Barrieren und Sandsäcken gesichert, zum Beispiel die KGS Hemmingen und der Ortseingang Wilkenburg aus Harkenbleck kommend sowie zur Prävention weiterer Gefahren zusätzliche Sandsäcke abgefüllt. Für die Errichtung der Barrieren (die teilweise ebenfalls aus Sand bestehen) und dem Abfüllen von Sandsäcken wurden insgesamt rund 90 Tonnen Sand verwendet, über 50 Tonnen davon wurden an der KGS eingesetzt.

 Insgesamt waren unter der Gesamteinsatzleitung des Stadtbrandmeisters Roland Frey und seinem Stellvertreter Ralf Brinkmann an den drei Tagen fünf der sechs Ortsfeuerwehren im Hochwassereinsatz tätig. In Spitzenzeiten waren 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie sechs Mitarbeiter des Betriebshofes und mehrere Mitarbeiter der Verwaltung gleichzeitig im Einsatz. Für die Versorgung der Einsatzkräfte war u.a. auch der Küchenwagen der Stadtjugendfeuerwehr im Einsatz.

Hochwassereinsätze stellen immer eine Herausforderung dar, da jedes Hochwasser anders ist und Prognosen nur bedingt möglich sind. Deshalb haben Feuerwehr, Betriebshof und Verwaltung vorsichtshalber frühzeitig präventive Maßnahmen ergriffen, um größere Schäden zu verhindern bzw. zu minimieren.

Zur Koordinierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde am Freitag eine mobile Pressestelle eingerichtet, denn das Interesse der Presse sowie der Bürgerinnen und Bürger an den Hochwassereinsätzen war sehr hoch, allein in den sozialen Netzwerken informierten sich über 50.000 Personen über die Hochwassereinsätze in Hemmingen.

Die Feuerwehr freut und bedankt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für den Zuspruch, den vielen Dankesmeldungen und der Hilfsbereitschaft, die Einsatzkräfte beim Einsatz zu unterstützen – auch wenn dieses Angebot nicht angenommen werden musste. Es ist schön zu wissen, dass so viele Bürgerinnen und Bürger hinter der Feuerwehr stehen und im Bedarfsfall diese auch aktiv unterstützt hätten. Wir möchten die Möglichkeit nutzen und darauf hinweisen, dass alle Ortsfeuerwehren immer auf der Suche nach aktiven Mitgliederinnen und Mitgliedern sowohl in der Einsatzabteilung als auch in den Nachwuchsabteilungen sind.

 Neben dem Bürgermeister der Stadt Hemmingen Claus-Dieter Schacht-Gaida und der Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz Anette Wnendt informierten sich u.a. auch der Brandschutzabschnittsleiter Eric Pahlke und sein Stellvertreter Benjamin Moß mehrfach über den aktuellen Stand und besuchten auch die Einsatzstellen.

Weiterhin möchten wir uns bei der Verwaltung und dem Betriebshof der Stadt Hemmingen für die reibungslose und intensive Zusammenarbeit sowie dem Team des Küchenwagens der Stadtjugendfeuerwehr Hemmingen für die Versorgung bedanken.

 Der abschließende Dank gilt allen Einsatzkräften, die teilweise über mehrere Tage im Einsatz waren sowie deren Arbeitgebern und Familien für die Freistellung und Unterstützung der Kräfte.

Lennart Fieguth
Stadtfeuerwehrsprecher
Freiwillige Feuerwehr Stadt Hemmingen
Comments