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18.09.2010 - Verletztendarstellung

veröffentlicht um 08.03.2011, 22:45 von Thorsten Heitmann   [ aktualisiert: 08.03.2011, 22:46 ]

Verletzendarstellung bei einer Großübung

Am Samstag, den 18.09.2010 um 18.30 Uhr traf sich der 4. Zug der Regionsfeuerwehrbereitschaft 3 der Region Hannover bestehend aus den Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld, Devese und Wilkenburg um zur Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Laatzen zu fahren.

Dort trafen wir auf die anderen drei Züge der Breitschaft. Die 3. Regionsfeuerwehrbereitschaft besteht aus Ortsfeuerwehren der Städte Hemmingen, Laatzen, Pattensen und Springe.

Beim DRK Laatzen warteten schon verschiedene Gruppen der Realistischen Unfalldarstellung (RUD)  bzw. der Realistischen Notfalldarstellung (RND) der Hilfeleistungsorganisationen.

Rund 100 „Verletzte“ galt es nun so zu schminken, dass verschiedene Verletzungsmuster dargestellt werden konnten.

Die Bandbreite der „Verletzungen“ reichte von Prellungen, Hautabschürfungen, Brüchen bis hin zu schweren Kopf und Bauchverletzungen.

Gegen 22.30 Uhr wurde dann von den Teilnehmern ein Intercity der Bahn bestiegen, der am Bahnhof Laatzen auf uns wartete. Die Reise mit dem Intercity ging zum Riesbergtunnel (Wikipedia) im Landkreis Hildesheim, Gemeinde Lamspringe.

Lage des Riesbergtunnels:

Dort angekommen mussten noch zwei ICE aus Süden den Tunnel passieren, damit der Tunnel anschließend in beiden Richtung für die Übung freigegeben werden konnte.

Die offizielle Lagedarstellung der Übung:

Ein Intercity entgleist ungefähr in der Mitte des Riesbergtunnels. Der entgleiste Zug blockiert auch das Nachbargleis. Alle Wagen und die Lok haben sich verkeilt, sind aber nicht umgestürzt. Durch den aufgewühlten Schotter kommt es zu einer sehr massiven Staubblidung, die ein ungehindertes Verlassen des Zuges durch Selbstretter verzögert. Im IC befinden sich ca. 100 bis 150 Reisende.

Gegen 23.30 Uhr startete nun die Großübung. Aus dem gesamten Landkreis Hildesheim wurden Rettungskräfte von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk (THW) und den Hilfeleistungsorganisationen an die „Unglückstelle“ entsendet. Ca. 600 Einsatzkräfte waren vor Ort um die „Verletzten“ aus dem Zug zu retten. Zusätzlich wurde auch der Rettungszug der Deutschen Bahn (Wikipedia) aus Hildesheim eingesetzt.

Zu beiden Enden des Tunnels (Portale) wurden durch die Feuerwehr die „Verletzten“ zu den Verbandsplätzen gebracht, dort Medizinisch Erstversorgt, in verschiedene Verletzungsgrade eingeteilt und danach zu den „virtuellen“ Krankenhäusern gebracht. Diese befanden sich in Turnhallen in Lamspringe und Sehlem, wo dann auch noch eine Verpflegungstelle für die Verletzendarsteller eingerichtet wurde.

Nach warmen Würstchen und heißem Tee ging es mit einem Bus wieder in Richtung des „Unglückstunnels“, wo der Intercity auf uns wartete. Gegen 5 Uhr trafen wir wieder in Laatzen ein und die Übung war damit für uns beendet.

Es war eine Interressante Erfahrung, eine so grosse Übung auch mal aus der Perspektive eines „Betroffenen“ mitzuerleben, auch wenn es ein langer und anstrengender Abend bzw. Nacht war.

Bilder gibt es in unserer Galerie (Klick) und hier (Klick)– Die Verletzungen sind alle nur geschminkt!

Auch Hannoverreporter berichtet über diese Übung: (Klick)

Der NDR berichtete am 19.09.2010 (Klick)

Ein Video auf Youtube:


Weitere Informationen zur Realistischen Unfalldarstellung (RUD) bzw. der Realistischen Notfalldarstellung (RND) gibt es z.B. hier: Klick

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