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22.05.2012 - Bericht zum Übungsdienst an der KGS

veröffentlicht um 22.05.2012, 02:07 von Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld
Bei sommerlichen Temperaturen wurde im weitläufigen Kriechkeller, der sich über die komplette Fläche unterhalb des SEK II Gebäudes der KGS Hemmingen erstreckt, geübt.
Im Keller wurden zwei „verletzte“ Personen, dargestellt von zwei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, vermisst.
Gleichzeitig wurde angenommen, dass ein Feuer im Keller ausgebrochen ist und eine Brandbekämpfung durchgeführt werden muss.

Zwei Trupps rüsteten sich mit Atemschutz aus und begannen mithilfe der Wärmebildkamera die Personensuche.
Zum Eigenschutz wurden ein Strahlrohr unter Wasser und ein Feuerlöscher von den suchenden Trupps mitgeführt. Teilweise konnten sich die Atemschutztrupps nur kriechend in dem Keller vorbewegen, da Deckenstürze und Rohrleitungen den Platz für die Trupps stark einschränkten.
Nach zehn Minuten wurde die erste Person gefunden und die Rettung mittels eines Bergetuches (Wikipedia, Klick) eingeleitet. Weitere zehn Minuten dauerte es, bis die erste Person zum Ausgang des Kellers gebracht wurde. Auch dabei konnte sich der Atemschutztrupp nur kriechend vorbewegen, was die Rettung der Person nicht gerade einfach gestaltete.
Nachdem der Atemschutztrupp die Person zum Ausgang gebracht hatte, unterstützte dieser Trupp den noch im Keller suchenden Trupp bei der Suche nach der zweiten Person.

Mayday, Mayday, Mayday, hieß es dann über den Sprechfunk. Dieser Notruf wird von einem Atemschutztrupp gegeben, wenn ein Notfall eintritt. Ein Mitglied eines Atemschutztrupps simulierte einen Schwächeanfall mit einer Ohnmacht. Sofort wurde der Sicherungstrupp, der für solche Aufgaben bereitsteht, von dem Gruppenführer eingesetzt, um den in Not geratenen Trupp zu helfen.

Jedes Atemschutzgerät ist mit einem so genannten „Totmannwarner“ (Wikipedia, Klick) ausgerüstet. Bewegt sich der Atemschutzgeräteträger in einem vorgegebenen Zeitfenster nicht mehr, wird automatisch ein optisches und ein lautes, akustisches Signal abgegeben. Dieser „Totmannwarner“ erleichtert die Suche nach dem verunfallten Trupp.

Vor Ort nahm der Sicherungstrupp eine Erstversorgung des „verunfallten“ Kameraden vor und rettete diesen dann, ebenfalls mit einem Bergetuch.
Zwischenzeitlich wurde auch die zweite Person im Keller gefunden und die Übung konnte beendet werden.

Ein anstrengender und schweißtreibender Übungsdienst, der von den eingesetzten Kameraden unter Atemschutz einiges abverlangte.
Wir bedanken uns bei den beiden Kameraden der Jugendfeuerwehr, die uns bei der Übung unterstützten.


Weitere Bilder gibt es in unserer Galerie (Klick)

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