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Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld von 1902 – 2012
auf der Grundlage der Chronik vom Ehrenortsbrandmeister Jörg Baumgarte,
fortgeschrieben vom ehemaligen Stellvertretenden Ortsbrandmeister Sven Baumgarte

Die Gemeinde Hemmingen wurde im Jahre 1902 von dem damaligen Landrat aufgefordert, nun auch endlich eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Am 16.02.1902 war es dann soweit.
Aus dem damals 400 Einwohner zählenden Ort meldeten sich daraufhin 32 zum ehrenamtlichen Dienst.

Es wurde ein Spritzenhaus an der Ecke Im Hammfeld/ Dorfstraße gebaut, das bald eine der größten Handdruckspritzen des Landkreises, eine Kesselspritze mit einer Leistung von 200 l / Min. beherbergte.

Ihren ersten Einsatz hatte die Wehr 10 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1912. Auf dem Rittergut war ein Schwelbrand ausgebrochen, der allerdings, bevor es zu größerem Schaden kam, gelöscht worden war. Im Jahre 1928 wurde die Wehr, die sich gerade beim Feuerwehrfest in Wilkenburg aufhielt, zum Brand eines Fachwerkhauses in den Sundern gerufen.

Anfang der Dreißiger Jahre begann die Bebauung der heutigen Ortsteile Westerfeld und Siedlung, und um auch diese Teile schnell erreichen zu können, wurde ein Fahrradanhänger mit feuerwehrtechnischer Beladung angeschafft.

Nach Ausbruch des II. Weltkrieges erhielt die Wehr 1940 ihre erste Motorspritze, eine sog. Tragkraftspritze vom Typ „Flader“, angetrieben von einem DKW- Zweitaktmotor.

Schon bald darauf hatte die Wehr ihre schwerste Bewährungsprobe in ihrer noch jungen Geschichte zu bestehen. Am 22. September 1943 brannte gegenüber dem Rundfunksender ein Ausrüstungslager der Wehrmacht. Zusätzlich mussten die Kameraden, die nicht an der Front waren, Blindgänger - Wache schieben, und sie wurden außerdem noch zu Bränden nach Arnum und Harkenbleck gerufen.

Was eine Feuerwehr zu leisten imstande ist, musste der damalige Hauptmann Konrad Schnehage sen. während und nach den schweren Angriffen britischer und amerikanischer Bomberverbände in der Nacht vom 8. zum 9. Oktober 1943 beweisen. Mit den wenigen ihm verbliebenen Feuerwehrkameraden und Jugendlichen befand er sich in dieser Nacht an sechs Stellen im Dorf gleichzeitig im Einsatz. Bomben hatten auf den Anwesen von Adolf Helm, Paul Backhaus, Karl Helm, Lambrecht, Schnehage und Nettemann Brände entfacht, und eine Luftmine war zwischen den Gehöften von August Wiegmann und Gleis eingeschlagen.

Die „Flader“ lief 24 Stunden ohne Unterbrechung, mit der Handdruckspritze wurde die ganze Nacht gelöscht, und mit Hilfe von Nachbarwehren gelang es schließlich, den Schaden in Grenzen zu halten.

In dieser Nacht zahlte sich auch der Weitblick des damaligen Bürgermeisters Adolf Helm sen. aus, der eine Reihe von Filterbrunnen hatte anlegen lassen.

Nach dem Zusammenbruch wurde der Dienstbetrieb 1945 schleppend wieder aufgenommen. Zunächst mit Leiterwagen, die vor die Pferde gespannt wurden, später mit von einem  Traktor gezogenen Tragkraft-Spritzen- Anhänger, der heute noch bei der Jugendfeuerwehr im Einsatz ist.

Mit  der Übernahme eines Löschgruppen-Fahrzeuges LF8 vom Typ Opel – Blitz (Ziegler) im Jahre 1958 begann auch für die Wehr in Hemmingen - Westerfeld die Motorisierung. Bevor es aber soweit war, musste allerdings das alte Spritzenhaus erweitert werden, damit das neue Fahrzeug überhaupt untergestellt werden konnte.

In der Gemeindeverwaltung reiften Pläne heran, der Feuerwehr einer Gemeinde, die sich nach 1945 rasant vergrößert hatte,  eine neue Unterbringungsmöglichkeit zu geben, und am 2.April 1966 übernahm Gemeindebrandmeister Ewald Hahn stolz die Schlüssel eines neuen Feuerwehrhauses. Ein Feuerwehrhaus, das nun auch für ein weiteres  Fahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug, Typ Unimog mit einem 600 l fassenden Wassertank, vom „Zivilen Bevölkerungsschutz“ genügend Platz hatte, und  zusätzlich die Möglichkeit bot, die zunehmende Ausbildung  und Kameradschaftspflege der Aktiven einerseits, besonders aber auch die Betreuung der 1965 gegen den Willen einiger Kommandomitglieder gegründeten Jugendfeuerwehr durchzuführen.

Hemmingen wuchs in den folgenden Jahren sehr schnell. Neben einem regelrechten Bauboom, der die Ortsteile Dorf, Siedlung und Westerfeld zusammenwachsen ließ, entstand im Westen der Gemeinde ein großes Gewerbegebiet. Zunehmende Einwohnerzahlen und steigende Brandlasten im Gewerbegebiet sorgten auch für ein schnelles Ansteigen der Einsatzzahlen.

Neue Materialien  und Baustoffe , zunehmende Verwendung von Kunststoffen aller Art, eine größere Verkehrsdichte auf Bundes- und Landesstraßen und eine damit steigende Zahl schwerer Verkehrsunfälle führten dazu, dass sich die Einsatzarten für die Feuerwehr ständig veränderten und sich die Aufgaben vervielfachten.

Da mit den zunehmenden Aufgaben auch die Zahl der erforderlichen Geräte gewachsen war, reichte der „kleine“ Opel- Blitz nicht mehr aus, und zum 70 - jährigen Bestehen der Wehr 1972 wurde  ein LF 8 schwer, Typ Mercedes 911 der (Metz) in Dienst gestellt, für den Transport von Einsatzkräften und der Jugendfeuerwehr  stand seit 1967 ein MTW auf Ford Transit zur Verfügung.

Durch die Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1974 erfolgte die Bildung einer Gemeindefeuerwehr, und die Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld wurde eine von zwei Stützpunktwehren in der Gemeinde Hemmingen.

Herausragende Einsätze dieser Jahre  waren  Brände  bei der Wollwäscherei in Hannover – Döhren, bei denen der Opel - Blitz noch einmal zeigen konnte, was in ihm steckte, der Brand in einem Reifenhandel im Gewerbegebiet , der Brand zum Jahreswechsel 1978/ 1979 im 13. Stock eines Hochhauses. In dieser Nacht sank das Quecksilber auf - 20° C und neben Löschwasser kamen auch erhebliche Mengen Auftausalz zum Einsatz.

Brände auf der Hemminger Mülldeponie hielten uns bevorzugt zu Feiertagen wie Ostern und Pfingsten auf Trab, erwiesen sich aber immer wieder als gutes Training für neue Kameraden.

Eine entscheidende Verbesserung der Schlagkraft unserer Wehr wurde durch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 8/ 18 W auf Unimog (Ziegler) erreicht.

Auch der 30.04.1982 blieb uns allen im Gedächtnis. In dieser Nacht, die eigentlich dazu genutzt wird, in den Mai zu tanzen, wurde durch Brandstiftung der Kindergarten an der Berliner Straße ein Raub der Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Während uns der Opel - Blitz für die Durchführung technischer Hilfeleistungen, bei denen es  sich weitestgehend um die Beseitigung von Ölspuren oder Wespennestern handelte, erhalten geblieben war, erreichte er doch aufgrund seiner geringen Beladung bei Einsätzen wie Verkehrsunfällen seine Grenzen.

Dazu kam natürlich auch das hohe Alter von inzwischen 28 Jahren. So konnte Ortsbrandmeister Jörg Baumgarte  im November 1986 nach jahrelangen „zähen“ Verhandlungen einen RW 1 ebenfalls auf Unimog (Ziegler) übernehmen, der nun die nötigen Voraussetzungen bot , durch  Flutlichtmast, hydraulische Schere  und Spreizer  und für  die verschiedensten Hilfeleistungen geeignete Geräte auch überörtlich schnelle und wirkungsvolle Hilfe zu leisten.

Ergänzt wurde der Fuhrpark der Wehr 1987 als Ersatzbeschaffung für den ausgedienten Mannschaftstransportwagen durch die Anschaffung eines Einsatzleitwagens auf VW T3, der bei größeren Einsatzstellen die Koordination übernehmen sollte.

Neben vielen kleinen Einsätzen, häufig als „Tagesgeschäft“ bezeichnet, hielten die Wehr der Brand in einem Betrieb in der Gutenbergstraße nach vorausgegangener  Explosion, bei dem leider auch ein schwerverletzter Feuerwehrkamerad zu beklagen war und der  Brand  in der Rosenresidenz, einer Altenwohnanlage an der Berliner Straße in Atem.

1990 übernahm Dirk Grunwald die Führung der Wehr, die er zusammen mit seinen Stellvertretern Thomas Hoppe, Horst Marczinski und seit 2001 Sven Baumgarte ausübt.

Kontinuierlich wurde in der Vergangenheit weiter in die Ausstattung der Wehr investiert und die Ausbildung der Einsatzkräfte investiert:  

1996 wurde das LF8 S durch ein LF 16/12 auf MAN (GFT) ersetzt. Nach langen Planungen und zähen Verhandlungen mit der Politik bzgl. der Finanzierung wurde 2005 auch endlich ein voll funktionsfähiger ELW auf VW LT (Weschenfelder) in den Dienst gestellt, der zusammen mit dem in einen MTW umgewandelten Ex-ELW als Besprechungskomponente eine vollfunktionsfähige Einsatzleitung bietet. Das bewährte TLF 8/18 W trat 2007 nach 26 jähriger Einsatztätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand und wurde durch ein TLF 20/24 auf MAN (Rosenbauer) ersetzt. 2010 wurde der Ex- ELW/ MTW durch einen Ford Transit ersetzt. Dieses Fahrzeug erfüllt nun neben der MTW-Funktion auch wieder die Aufgabe als Besprechungskomponente des ELW. Ebenfalls 2010 wurde die Wehr mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, die bei diversen Einsätzen der Wehr schon gute Dienste erwiesen hat. 2011 erhielt die Wehr einen neuen Rüstwagen, der Anfang 2012 durch den Bürgermeister der Stadt Hemmingen offiziell an die Wehr übergeben wurde. Das Fahrzeug auf MAN-Fahrgestell wurde von der Firma Magirus ausgebaut und ersetzte den RW1 auf Unimog, der über 25 Jahre der Wehr die Treue hielt. Neben umfangreichen Beleuchtungseinrichtungen verfügt das Fahrzeug auch über einen Plasmaschneider, einen Eisretter und eine LKW-Rettungsbühne.

Natürlich wurde und wird die Wehr auch immer wieder zu schweren Einsätzen gerufen. Während in den Gründerjahren noch alle Einsätze in den Chroniken einzelnen aufgeführt wurden, ist dies bei einer Dichte zwischen 60 und 70 Einsätzen pro Jahr nicht mehr möglich. Noch nicht mal die größeren Einsätze wie z.B. der Brand des Kindergartens in Wilkenburg, eines Wohnhauses Heiligabend in Hemmingen, Brand eines Geschäftskomplexes in Arnum oder schwere Verkehrsunfälle mit Todesopfern oder ähnlichem können innerhalb der Chronik näher ausgeführt werden, da dies den Rahmen sprengen würde. Diese Einsätze gehören leider einfach zum Alltag einer Wehr unserer Zeit. Als besonders spektakuläre Einsätze in den letzten Jahren sollen kurz Erwähnung finden:

Der Einsatz im Rahmen des Elbehochwassers 2006, bei welchem die Wehr als Teil der 3. Regionsfeuerwehrbereitschaft vom 09. bis zum 10.04.2006 in Amt Neuhaus im Dauereinsatz war und zusammen mit den anderen Kameradinnen und Kameraden der Bereitschaft ca. 120.000 Sandsäcke verbaut hat. In der Nacht vom 18. bis zum 19. Januar 2007 wurde die Wehr während des Orkantiefs „Kyrill“ zu 20 Sturmeinsätzen gerufen. Spektakulär war auch der Brand eines Hochhauses am 13. September 2008 in der Löwenberger Straße, bei dem einige Bewohner nur mit Glück nur leicht verletzt wurden. Die Dramatik des Einsatzes zeigte sich am deutlichsten im Rahmen der Menschenrettung, die teilweise über Drehleiter erfolgen musste. Nicht auszudenken, wenn dieses Feuer in der Nacht ausgebrochen wäre!

Wie gesagt, dieses sind nur ein paar Beispiele von besonderen Einsätzen in der jüngsten Vergangenheit. Mittlerweile sind die Anforderungen an die Wehr so hoch geworden, dass die Ausbildungsdienste am jeweils ersten und dritten Montag eines Monats nicht mehr ausreichen. Seit 2006 wird pro Monat daher zusätzlich auch ein Sonderdienst zu einem speziellen Thema (z.B. Atemschutz, Maschinistenausbildung, Technische Hilfe, ELW) durchgeführt. Darüber hinaus halten sich Kameradinnen und Kameraden mit zweimal im Monat statt findenden Dienstsport fit.

Die Stützpunktfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld hat innerhalb der Stadtfeuerwehr die Schwerpunkte „Schwere Technische Hilfeleistung“ und „Einsatzleitung vor Ort“ (ELO) inne, aber natürlich trägt sie auch im hohen Maß zum Brandschutz im Stadtgebiet bei.

Dank guter Ausbildung, entsprechender Ausrüstung,  besonders aber dank hoher Motivation und persönlicher Einsatzbereitschaft konnte in fast allen Einsatzfällen größerer persönlicher und Sachschaden durch die Wehr verhindert werden; vor allem aber konnten alle Kameraden  immer wieder gesund zu ihren Familien zurück kehren.

In unserer 110 - jährigen Geschichte hatten wir bis heute das Glück, niemals einen Kameraden bei einem Einsatz zu verlieren. Natürlich verstarben im Laufe der Jahre immer wieder Kameraden, was für ihre Angehörigen und für uns jedes mal zu großer Trauer und Betroffenheit führte. Der Tod unseres einstigen Ortsbrandmeisters Konrad Schnehage jun. nach einer Amtszeit von nur drei Jahren im Jahre 1977, unseres Ehrenortsbrandmeisters Ewald Hahn im Jahre 1980 und auch der Tod von Commandant Serge Bichot, dem Chef der Feuerwehr Yvetot im Jahre 1998 seien hier nur als Beispiel genannt für die vielen Kameraden die uns im Laufe der Geschichte unserer Wehr verlassen haben und denen die Wehr stets ein ehrendes Andenken bewahren wird.

Ein besonderes Gut stellt auch die Verbindung zu unseren Kameraden und Freunden aus Yvetot dar:

Seit nunmehr 45 Jahren besteht die Freundschaft zwischen diesen beiden Wehren und alle organisatorischen und personellen Veränderungen, die im Laufe einer so langen Zeit unvermeidlich sind, hat diese Partnerschaft unbeschadet überdauert und die vielen Besuche und Gegenbesuche und schönen gemeinsamen Stunden und Erlebnisse zeugen von einer starken Verbundenheit, die auch in Zukunft Bestand haben wird. Viele Kameraden verbindet eine mittlerweile tiefe und langjährige Freundschaft.

Unter dem Eindruck der ständig wachsenden Aufgaben und steigenden Anforderungen macht der Wehr (wie anderorts auch) die Mitgliederstärke der Wehr große Sorge, da die Nähe zur Landeshauptstadt Hemmingen ein vorstädtisches Gepräge verleiht, wo Ehrenamt und Verantwortung für die Gemeinschaft seitens der Bevölkerung immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Während im Jahre 1902 32 der 400 Einwohner Hemmingens einem Befehl „von oben“ folgten und sich bereit fanden, Ihren Nachbarn bei Gefahr zu helfen, verhallten die letzten Aufrufe, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu werden, bei inzwischen knapp 7.000 Einwohnern,  fast ohne jede Resonanz. Aus diesem Grund ist die Jugendfeuerwehr, die in ihren Gründertagen 1965 mitleidig belächelt wurde, zum wichtigsten Reservoir geworden, aus dem die Feuerwehr ihren Nachwuchs schöpft. Waren die Feuerwehrfrauen noch in den 90er Jahren echte „Feuerwehrexotinnen“ gehören sie heute so selbstverständlich zu unserer Feuerwehr, wie die „roten Autos“ und sind aus unserer Gemeinschaft nicht mehr wegzudenken.

Wurde 1965 noch darüber gestritten, ob eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen werden sollte, war es dagegen 2008 einhelliges Votum der gesamten Wehr, eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Seitdem können auch Kleinsten im Alter zwischen 6 und 10 Jahren spielerisch in die Welt der Feuerwehr hineinschnuppern. Gerade vor dem Hintergrund der allgemein vorherrschenden Nachwuchssorgen der Feuerwehren ist es wichtig, die Kinder so früh wie möglich für die Feuerwehr und für das gemeinnützige Engagement zu interessieren. Unter dem Namen K112 – Kids im Einsatz bereichern diese jüngsten Kameradinnen und Kameraden seitdem unsere Wehr und tragen dazu bei, die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Mit dem Jahr 2007 wagte die Wehr auch den Sprung in die mediale Neuzeit und hat sich eine eigene Internetpräsenz aufgebaut. Unter www.ffhemmingen-westerfeld.de hat jedermann die Möglichkeit, sich unkompliziert und schnell über die Wehr, die Einsätze oder auch einfach nur über aktuelles zu informieren.

Das neueste Projekt der Wehr ist die Gründung eines Fördervereins. Nachdem es für die Förderer aber auch für die Kameraden selber rechtlich immer schwieriger geworden ist, die Feuerwehr zu unterstützen, entschloss sich die Wehr Ende 2011 den Verein zu gründen. Am 16.02.2012, also genau 110 Jahre nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld, konstituierte sich der „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld e.V.“ Auch der Förderverein stellt einen wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Wehr dar.

Z.Zt. sind ca. 40 aktive Feuerwehrfrauen und –Männer bereit, ihren Mitbürgern 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei Gefahren aller Art zu helfen. 22 Angehörige der Jugendfeuerwehr im Alter zwischen 10 und 16 Jahren und 8 Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr brennen darauf, ihren älteren Kameraden eines Tages nachzueifern. Stolz sind wir auch auf unsere Altersabteilung, die aus z.Zt. aus 21 Kameraden besteht.

Steigende Belastungen bei den Feuerwehren, zunehmendes Anspruchsdenken gegenüber dem Staat, geändertes Freizeitverständnis und mangelnde Solidaritätsbereitschaft sollten jedoch auch künftig niemanden daran hindern, sich in den Dienst einer Einrichtung zu stellen, die uns allen zu Gute kommt.

Die Freiwillige Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld ist stolz auf ihre Geschichte und die in den letzten 110 Jahren erbrachten Leistungen aller Kameradinnen und Kameraden und sieht sich auch für die zukünftigen Aufgaben gut gerüstet. Denn auch in den nächsten Jahrzehnten wird unser Gemeinwesen nicht ohne die Bürgerinnen und Bürger auskommen können, die wie unsere Vorfahren vor 110 Jahren ehrenamtlich bereit stehen, wenn Mitmenschen in Not sind, getreu dem Grundsatz

Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr !
 
Dezember 2012